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Radebeul erhält Funknetz für schnelles Internet

Von Birgit Andert in Dresdner Neueste Nachrichten vom 02.10.2004

Bürgernetz montierte „Hotspot" am Wasserturm

In luftiger Höhe installiert Mirko Handruck vom Bürgernetz Dresden eine Antenne am Wasserturm.
In luftiger Höhe installiert Mirko Handruck vom Bürgernetz Dresden eine Antenne am Wasserturm.

Radebeul. Wenn EDV-Chefs in Radebeuler Firmen das Wort W-LAN hören, beginnen ihre Augen zu glänzen. Gerade in Gebieten mit Glasfaserkabel bietet dieses drahtlose Funknetz (Wireless Local Area Network) eine attraktive und preiswerte Alternative zum langsamen Internet über ISDN. Voraussetzung für W-LAN Ist jedoch ein so genannter Hotspot, der Funksignale für Internetverbindungen abgibt und empfängt. Seit gestern hat Radebeul nun endlich so einen Hotspot, den Mitglieder des Fördervereins Bürgernetz Dresden e.V. im und am Wasserturm befestigten.

"Der Wasserturm ist ideal für unsere Zwecke", sagt Ulrich Horn stellvertretender Vereinsvorsitzender, „da er von sehr vielen Stellen aus zu sehen ist." Wichtig für eine W-LAN-Verbindung ist die Sichtachse zwischen Nutzer und Basisstation - jeder Radebeuler, der den Wasserturm von seinem Dach aus sehen kann, ist theoretisch in der Lage, sich am "Internet-Funk" zu beteiligen. Praktisch muss er dazu nur noch zwei Dinge tun: Zunächst Mitglied im Förderverein Bürgernetz Dresden werden und sich dann eine Netzwerkkarte für Funknetze und eine kleine Antenne besorgen. „Ab etwa 100 Euro ist man dabei", sagt der Vereinsvorsitzende Eberhard Mittag, dem es wichtig ist, dass das Bürgernetz kein kommerzieller Provider ist. „Die Hotspots und den Intemetzugang haben wir nur organisiert, um unsere Vereinsziele zu verfolgen: Internetbildung für alle, um in der Gesellschaft die digitale Kluft abzubauen", so Mittag.

In Dresden betreibt der Verein jetzt 24 Hotspots für etwa 400 Mitglieder - nur Radebeul war noch ein „weißer Fleck" auf der Funknetz-Karte. Dabei soll der neue Hotspot auf dem Wasserturm nicht der einzige in Radebeul bleiben. "Wir wollen gern einen zweiten Hotspot in der Stadtmitte installieren", sagt Mirko Kunath vom Verein. Schon jetzt hätten 50 Radebeuler Privatleute und einige Firmen ihr Interesse am W-LAN bekundet, darunter die beiden Druckereien B. Krause und Lößnitz-Druck sowie der Getränkefachgroßhandel Flack & Schwier. Die Kosten für das W-LAN erschöpfen sich mit den Mitgliedsbeiträgen: Diese liegen bei monatlich zehn Euro für Privatpersonen; Firmen und Vereine zahlen einen höheren Beitrag.

Kontakt: Förderverein Bürgenetz Dresden e.V., Tel.: 0351/4903700
Anmeldeformulare für die Sektion Radebeul unter wwv.fbn-dd.de