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Internet auf dem Schönfelder Hochland

Alternative Lösung durch das Bürgernetz

Sie leben im nordöstlichen Randgebiet der Großstadt Dresden und dennoch bleibt den Einwohnern der Zugang zu den modernen Medien zumindest mit zeitgemäßer schneller Geschwindigkeit verwehrt. So stellt sich für die Menschen im Schönfelder Hochland die Situation momentan dar. Wer dort schon einmal versucht hat, einen DSL-Anschluss bei einem kommerziellen Anbieter zu bekommen und zurück gewiesen wurde, wird sich wohl damit abgefunden haben, dass in den Ortsteilen und im Umland keine DSL-Erschließung durchgeführt wird.

Mit ein wenig Eigeninitiative ist es aber möglich, eine Alternative zu finden. Dafür setzt sich derzeit besonders der Pfarrer der Kirchgemeinde Schönfeld-Weißig Michael Lehmann, ein. Anfang November 2007 hatte er die Einwohner zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die auch auf reges Interesse stieß. Den Ausweg aus der bisher unbefriedigenden Situation bietet der Förderverein Bürgernetz Dresden e.V. (kurz: FBN), dessen nichtkommerzielles Engagement jedem interessierten Bürger die Nutzung elektronischer Medien zu Bildungs- und Informationszwecken eröffnet. In Dresden und umliegenden Städten zählt der gemeinnützige Verein bereits mehr als 1500 Mitglieder. Er besitzt die technischen Voraussetzungen, um seinen Mitgliedern den Internetzugang via Funkverbindung schnell und ausgesprochen kostengünstig zu ermöglichen.

Mit freundlicher Unterstützung und großem Entgegenkommen der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Schönfeld-Weißig werden momentan die Voraussetzungen geprüft, um die Installation von Antennentechnik in der Dachhaube des Schönfelder Kirchturms zu ermöglichen. Von hier kann das Funksignal für den Internetzugang in alle Richtungen der Umgebung gesendet werden.

Der Zugang über das FBN-Funknetz mit zeitgemäßer Geschwindigkeit ist sehr stabil und nicht anfällig für Belastungen in Spitzenzeiten, da die genutzten Bandbreiten auch höheren Auslastungen gewachsen sind, Die Nutzer erhalten vom Verein nach der Messung des Empfangssignals an ihrem Computerstandort eine technische Empfehlung zu den nötigen Empfangseinrichtungen.

Darüber hinaus stehen die Verantwortlichen des Bürgernetzes jedem Interessenten ausführlich für Fragen und Beratung zur Verfügung, selbstverständlich kostenlos, so wie es der Gemeinnützigkeitscharakter des Vereins vorsieht.

Die Vereinsmitgliedschaft unterscheidet sich grundsätzlich von dem mit einem Provider geschlossenen Vertrag mit Mindestlaufzeiten. Zum einen gibt es im Bürgernetz keine Mindestvertragslaufzeiten, zum anderen wird das neue Mitglied erst nach der Standortvermessung durch einen autorisierten Techniker in den Verein aufgenommen. Es entstehen einmalige Kosten in Höhe von 90 Euro für die Aufnahme (bzw. 45 Euro bei Ermäßigungsanspruch) und dann jeweils 10 Euro monatlich für die Vereinsmitgliedschaft inkl. dem Netzzugang. Nutzungsabhängige Kosten fallen nicht an, so dass die Verbindung über das Bürgernetz auch preislich jedem kommerziellen Anbieter überlegen ist.

Das Bürgernetz bietet damit endlich allen Schönfeldern und den Interessenten in der Umgebung eine echte Alternative zur schönen neuen Glasfaserkabelwelt, die in absehbarer Zeit das Hochland in dieser Preisdimension sicher nicht erreichen wird.

Bei weiteren Fragen oder zur Aufnahme in eine Interessentenliste wenden sich interessierte Einwohner an den lokalen Ansprechpartner des Vorhabens:
Matthias Untisz, Pfarrhaus Schönfeld, Telefon: 03 51/2 67 92 37 oder E-Mail: untisz@gmx.de.

Förderverein Bürgernetz Dresden e.V.
Vereinszentrum Dresden
Freiberger Straße 8, 01067 Dresden
Sprechzeiten: jeden Dienstag 17:00-19:00 Uhr
Tel: (0351) 4 90 37 00 (AB)
Fax: (0351) 4 90 3711
E-Mail: kontakt@fbn-dd.de

am Dienstag 11. Dezember 2007 in der Kategorie Schönfelder Hochland, Technik